Die moderne Fotografie in Hamburg – Das Haus der Photographie

Die Hansestadt Hamburg bietet den Fotografen nicht nur traumhafte Motive, sondern es werden zahlreiche Fotoworkshops angeboten. Zudem kann jeder das Fotografieren in vielen Fotokursen, die ebenfalls in Hamburg angeboten werden, erlernen.

Haus der Photografie in Hamburg

Interessant für jeden Besucher der Hansestadt ist sicher das Haus der Photographie, welches im Jahr 2005 in einem Gebäude der Deichtorhallen eingerichtet wurde. Hier werden internationale Wechselausstellungen zum Thema Fotografie gezeigt. Zu sehen sind Aufnahmen von bekannten Fotografen aus dem 19. sowie dem 20. Jahrhundert. Ebenfalls werden die Aufnahmen von jungen unbekannten Fotografen aus der Gegenwart gezeigt, außerdem werden die Aspekte der digitalen Fotografie berücksichtigt. Konzipiert wurde das Haus der Photografie vom künstlerischen Leiter und Gründungsdirektor, Professor F.C. Gundlach. Seit 2006 ist er nur noch im Aufsichtsrat vertreten und nicht mehr als Programmdirektor tätig. Eine Sammlung von F.C. Gundlach aus den Bereichen der künstlerischen Fotografie sowie der Modefotografie liegt dem Haus der Photografie zugrunde, diese Sammlung besitzt Weltruf. Umgebaut wurde die südliche Deichtorhalle durch den Architekten Jan Störmer aus Hamburg.

Zum vielfältigen Angebot des Hauses der Photografie gehören natürlich die Ausstellungen, eine Bibliothek sowie ein Auditorium. Mit dem Spiegel-Verlag besteht eine Kooperation über das Spiegel-Archiv. Eine Fachbuchhandlung für Kunst und Fotografie gibt es ebenfalls sowie das Restaurant “Fillet of Soul”. Besucht werden können die Fachbuchhandlung sowie das Bistro-Restaurant auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Sammlung Gundlach

Die Modefotografie aus den 1920er sowie 1930er Jahren bildet den Schwerpunkt der Sammlung Gundlach. Ebenfalls sind Fotos aus der Kunstfotografie um 1900 in der Sammlung enthalten. Arbeiten der bekannten Fotografen Madame D’Ora, Baron de Meyer oder George Hoyningen-Huene zählen dazu sowie die Werke der Fotografen Robert Adamson, Adolphe Eugène Disderi sowie David Octavius Hill aus der Frühzeit. Ebenfalls gibt es umfangreiche Konvolute der Modefotografie von Hubs Flöter, Sonja Georgi sowie Norbert Leonhard, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Werke internationaler Fotografen wie Willilam Klein, Frank Horvat, Louise Dahl-Wolfe, David La Chapelle sowie Irving Penn gehören unter anderem ebenso zur Sammlung.

Franz Christian Gundlach war selbst Fotograf, wurde im Laufe seines Lebens zum Sammler und Galeristen. Zudem ist er Stifter und Kurator und war im Jahr 2003 Gründungsdirektor. Seine fotografische Ausbildung absolvierte er in Kassel, freiberuflich veröffentlichte er als Fotograf Filmreportagen in diversen Magazinen unter anderem dem Stern.

Bildquellenangabe: Konstantin Gastmann  / pixelio.de